Das Gebiet und seine Identität
Gérardmer liegt im Herzen der Vogesen und ist eine Gemeinde mit fast 7.800 Einwohnern, die als wichtiges Touristenziel und Hauptstadt des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges bekannt ist. Als Bergstadt hat Gérardmer das ganze Jahr über eine schwankende Einwohnerzahl, die mit touristischen, sportlichen und Veranstaltungsaktivitäten zusammenhängt. Aufgrund dieser Besonderheit spielt die Straßenbeleuchtung eine zentrale Rolle für die Lebensqualität, die Sicherheit und die Attraktivität der Stadt bei Nacht.
Die Herausforderungen und ersten Erkenntnisse
Die Gemeinde verfügt seit jeher über eine eigene Zuständigkeit für Straßen und Beleuchtung, die von den technischen Diensten, die stark in die Verwaltung des Netzes eingebunden sind, ausgeübt wird. Dieses umfasst etwa 2.300 Lichtpunkte, die über das gesamte Gemeindegebiet verteilt sind und von 42 Schaltschränken aus gesteuert werden, die hauptsächlich mit Lumandar-Lösungen ausgestattet sind.
Der Betrieb basierte auf semipermanenten Betriebsmodi oder nächtlichen Abschaltungen, wobei nur begrenzte Einblicke in den tatsächlichen Zustand des Parks, den Energieverbrauch und die Fehlererkennung möglich waren.
Eine gemeinsame Vision und klare Ziele
Ab 2019 beginnt die Stadt mit einer strukturierten Überprüfung ihrer Straßenbeleuchtung anhand einer umfassenden photometrischen Diagnose. Diese Studie bildet die Grundlage für eine Klassifizierung des Straßennetzes und eine Priorisierung der Bedürfnisse.
Ab 2020 bekräftigt die Gemeinde ihre Absicht, schrittweise LED-Technologie einzuführen und die Vorteile der Fernsteuerung zu erkunden, mit klaren Zielen: Senkung des Verbrauchs, Modernisierung der Anlagen, Verbesserung der Servicequalität und Beibehaltung einer perfekten Kontrolle über die Nutzung.
Der Ansatz und die Begleitung
Der gewählte Ansatz basiert auf einem schrittweisen Vorgehen und der Eigenverantwortung der Teams vor Ort. Nexiode begleitet die Stadt in einer Phase der konkreten Demonstration der Wizard-Lösung in Verbindung mit der Überwachungsplattform Wixli.
Die technischen Voraussetzungen werden im Vorfeld geschaffen (Smart-Ready-Leuchten, Konfiguration der Gateways), anschließend werden die technischen Dienste direkt in die Inbetriebnahme einbezogen: Scannen und Inbetriebnahme der Leuchten, Erstellung von Zeitplänen, Programmierung von Warnmeldungen und Fernsteuerung.
Die Nexiode-Lösung im Einsatz
Die Fernverwaltungslösung Wizard basiert auf einer drahtlosen, offenen und skalierbaren Architektur. Sie ermöglicht eine Steuerung auf Leuchtpunktbasis und eine zentrale Überwachung über die Webanwendung Wixli.
Die Architektur umfasst Kommunikationsbrücken (4G oder Ethernet) und Funkantennen, die an den Leuchten installiert sind und eine hohe Flexibilität bei der Bereitstellung sowie Kompatibilität mit bestehenden Systemen gewährleisten.
Wichtige Funktionen und konkrete Anwendungsmöglichkeiten
In Gérardmer ermöglicht die Fernsteuerung die Erstellung von Beleuchtungsszenarien, die an die jeweilige Nutzung angepasst sind, die individuelle oder gruppenweise Steuerung von Leuchten, die Verwaltung von Saisonkalendern und die automatische Meldung von Störungen.
Es wurden Ausfallsimulationen durchgeführt (Unterbrechung am Mastfuß, Trennung der Antenne oder des Treibers), um die Fähigkeit des Systems zu demonstrieren, Anomalien genau zu identifizieren und die Reaktionszeiten zu verkürzen.
Beobachtete Ergebnisse und Vorteile
Die Lösung bietet einen detaillierten Überblick über den Fuhrpark und erleichtert die tägliche Arbeit der technischen Dienste. Sie trägt zu einer besseren Energiekontrolle, einer Reduzierung unnötiger Fahrten und einer Verbesserung der Kontinuität des Dienstes bei.
In einem touristischen Umfeld, das durch starke saisonale Schwankungen gekennzeichnet ist, wird die Fernverwaltung zu einem strategischen Instrument zur Anpassung und Optimierung.
Eine skalierbare Lösung im Dienste der Region
Das Projekt in Gérardmer veranschaulicht einen pragmatischen Ansatz für Smart Lighting: eine Technologie im Dienste der Nutzer, die schrittweise integriert und auf Weiterentwicklung ausgelegt ist. Die Fernsteuerung bildet heute eine solide Grundlage, um die Stadt bei ihren zukünftigen Strategien zur Modernisierung und Energieeinsparung zu unterstützen.
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